Startseite
Meine Vögel
Rosellasittiche
Nymphensittiche
Kükengeschichten
Behinderungen
Zuchttagebuch
Zucht
In Gedenken...
Volierenbau
Ernährung
Dies und Das
Forum
Über mich
Kontakt
Gästebuch
Links
Impressum
Danke
|
|
|
Vogelzimmer, Volieren und Käfige
Ganz
aktuell, unser Volierenbau mit
Bautagebuch!!!
Bei der Haltung von Vögeln sollte immer darauf geachtet werden, dass die Behausung ausreichend groß gewählt wird. Käfige wie sie in
verschiedenen Zoo-/Tierhandlungen angeboten werden, sind meist viel zu klein und völlig ungeeignet als Heim für unsere Vögel.
| Beispiele |
| bis 25 cm |
Kanarien, Finken, Wellensittiche, Bourkesittiche, Katharinasittche, Schönsittiche, |
| über 25 - 40cm |
Rosellassittiche, Nymphensittiche, Ziegensittiche, Pflaumenkopfsittiche, Goldsittiche |
| über 40-60cm |
Alexandersittiche, Felsensittiche, Princes of Wales Sittiche, Kakadus, Graupapageien |
| über 60 cm |
Aras |
Die "Mindestanforderungen an die Haltung von Sittichen und Papageien" schreibt folgende Richtmaße vor:
| Gesamtlänge des Vogels |
Maße des/der Käfigs/Voliere |
Grundfläche Schutzraum in m² |
| bis 25 cm |
1,0 x 0,5 x 0,5 m |
0,5 m² |
| über 25 - 40 cm |
2,0 x 1,0 x 1,0 m |
1,0 m² |
| über 40 - 60 cm |
3,0 x 1,0 x 2,0 m |
2,0 m² |
| über 60 cm |
4,0 x 2,0 x 2,0 m |
2,0 m² |
Diese Angaben gelten für Paarhaltung. Vögel sind ausgesprochen gute Flieger und benötigen daher, selbst bei oben genannten Maßen, noch ausreichend Freiflug.
Hat man die Möglichkeit im Garten eine Aussenvoliere zu bauen, so wäre sicher jeder Vogel sehr dankbar darüber. Es spielt keine Rolle ob nun Ziervögel, Sittiche oder Papageien, sie alle lieben es sich zu Sonnen, den Wind im Gefieder zu spüren oder im Regen zu duschen - und auch der Vogelhalter wird seinen Liebling kaum wieder erkennen! Aussenvolierenvögel sind meist robuster als Vögel die im Haus gehalten werden, auch was Übergewicht angeht sind Vögel die in Aussenhaltung leben nicht so oft betroffen als "Stubenvögel"...
Nun die große Frage: Wie baue ich eine Aussenvoliere?!
Hier gibt es verschiedene Varianten, z.B. Holzvolieren Marke "Eigenbau" oder Aluvolieren die nur noch zusammen geschraubt werden müssen, auch Bausätze aus Aluprofilen und Draht gibt es, falls man selbst ein wenig Hand anlegen möchte, der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt! Allerdings müssen beim Volierenbau auch einige "Spielregeln" eingehalten werden. Nicht immer darf man einfach so eine Voliere in den Garten stellen, noch dazu wenn ein Schutzhaus für den Winter mit angebaut werden soll, hier kann es passieren das eine Baugenehmigung eingeholt werden muss.
Infos beim zuständigen Bauamt/Gemeinde.
Man sollte sich vor dem Bau der Voliere einige Gedanken machen:
- Soll die Voliere nur im Sommer genutzt werden oder auch im Winter (Schutzhaus)?
- "Raubtiere" in der Nachbarschaft (Katzen, Ratten, Marder, Füchse)
- Welche Vögel halte ich und nagen diese viel?
- Bodenbelag (Naturboden, Betoniert, Pflaster)?
- Verdrahtung (Maschengröße)
- kompl. Überdachung oder nur Teilüberdachung
(Vogelkot = Überträger von
Psittakose oder Vogelgrippe)
- Größe der Voliere (kommen evtl. noch weitere Vögel hinzu)
- etc.
Je nach Vogelart und Schwarmgröße sollte zuerst einmal abgeschätzt werden wie groß die Voliere denn benötigt wird. Für z.B. Wellensittiche, Nymphensittiche, Agaporniden, Ziegensittiche (allgem. alle Vögel bis 40 cm Körpergröße) empfehle ich eine Voliere ab 2x2x2m (je nach Anzahl der Vögel natürlich entsprechend größer!!). Bei größeren Volieren ist zu beachten das die Länge (Breite) immer größer ist als die Höhe (Beispiel L/B/H 3m x 2m x 2m) - Vögel sind KEINE Hubschrauber!!
Der Standort: Die Aussenvoliere sollte an einem vor Wind und Regen geschütztem Ort erbaut werden, auch von Bäumen sollte Abstand genommen werden, da dort später beispielsweise größere Wildvögel oder Katzen sitzen könnten und die Volierenbewohner darüber weniger erfreut wären.
Der Bau: Soll die Aussenvoliere auch im Winter genutzt werden, ist es sinnvoll ein Schutzhaus anzubauen, da die meisten Vogelarten keinen Frost bzw. länger anhaltende Kälte vertragen. Dieses
Schutzhaus sollte vor der eigentl. Aussenvoliere erbaut werden. Als Schutzhaus eignen sich wunderbar kleine Gartenhäuschen die man bereits fertig im Baumarkt kaufen kann, mit ein wenig Isolation (muss verkleidet werden!) und evtl. einer kleinen Heizung können die Vögel so das ganze Jahr über im freien bleiben. Gewächshäuser sind als Schutzhaus ungeeignet da sich diese im Sommer zu stark aufheizen. Wer das nötige Kleingeld für ein Häuschen aus dem Baumarkt sparen will, kann natürlich das Schutzhaus auch selbst entwerfen und bauen!
Hierzu wird benötigt: Bretter, Schrauben, Leisten (für das Grundgerüst), Scharniere (für Türen und Ein/Ausflug), Isolation (Styropor oder Glaswolle) und Beton für den Boden (Fliesen oder PVC), wer will kann auch ein Fenster einbauen, für das Dach Ziegel oder Wellplatten/Eternitplatten!
Je nach Vogelart und dessen Kälteverträglichkeit bzw. Empfindlichkeit wird gerade eine kleine Heizung mit einzubauen. Auch eine geschützte (Drahtkorb + Kabelschutz) "BirdLamp" ist empfehlenswert, da in den dunkleren Wintermonaten Licht dringend gebraucht wird. (Mehr zum Thema BirdLamp siehe ---> folgt noch!)
Steht das Schutzhaus, so kann mit dem Anbau der Voliere begonnen werden.
Zu beachten: Der Boden/Untergrund der Voliere muss min. 1m abgetragen werden und es muss ein Fundament oder ein "Rahmen" gegossen/ betoniert werden. (Rahmen innen mit Steinen und/oder mehreren Drahtschichten verlegen). Diese Maßnahmen verhindern das sich Tiere die nicht in die Voliere gehören durch den Volierenboden buddeln können. Die abgetragene Erde kann nach Fertigung des "Untergrundes" wieder in die Voliere zurück.
Der Untergrund kann Natur belassen bleiben und mit Rasen angesäht ( nicht düngen !!), gepflastert, betoniert, mit Sand ausgelegt, etc. werden.
Achtung: Der Naturboden sollte, aufgrund seiner schwierigen Reinigung, je nach verlangen, mehrmals im Jahr umgestochen und ausgewechselt werden!!
Für das Auge "weniger schön", aber dennoch sehr wichtig ist eine doppelte
Verdrahtung der Voliere, d.h. einmal von Innen und einmal von Außen mit Draht bespannen - so können Vögel die aufgeschreckt am Gitter hängen nicht von Katzen, Ratten, Mäuse etc. verletzt werden.
Das "Dach überm Kopf" ist ebenfalls wichtig, auch wenn Vögel es noch so lieben im Regen zu duschen, sollte dennoch nicht auf eine komplette Überdachung des Freibereiches verzichtet werden. Der Kot von Wildvögeln kann unseren "Hausvögeln" eine Menge Schaden anrichten, ... Würmer,
Psittakose oder aber auch die Vogelgrippe kann so in den Schwarm eingeschleppt werden! Auf das Duschen muss aber nicht verzichtet werden, ein Gartenschlauch oder Rasensprenger kann hier auch sehr gute Dienste leisten!!
Tipp: Ist ein Schutzhaus vorhanden, das Futter und Wasser der Vögel nur dort anbieten und Abends nochmals erneuern, so kehren die Vögel Nachts in den geschützten Raum zurück und man kann diesen problemlos verriegeln, somit hat man keinen Ärger mit nachtaktiven Räubern!


Hier nun Bilder meiner erstem drei
Aussenvolieren ohne Schutzhaus,
da meine Geier den Winter über bei uns
im Haus lebten!!
Die Innenvoliere
Nicht jeder kann oder will eine Aussenvoliere bauen,... auch Innenvolieren sind für Welli und Co. bestens geeignet, auch hier gilt wieder je größer desto besser und die Mindestanforderungen nach
Möglichkeit nicht unterschreiten.
Innenvolieren kann man ebenfalls selbst bauen, z.B. aus Holz oder aber auch fertig als Aluvolieren kaufen, von einigen Käfigherstellern gibt es inzwischen auch größere Modelle die für einen kleinen Schwarm bestens geeignet
sind. (z.B. Montana DoubleFinchhouse geeignet für bis zu 6 Wellensittiche, Kanarien, Finken...)
Will man eine individuelle Innenvoliere, evtl. angepasst an das leere Eck im Wohnzimmer, so legt man am besten selbst Hand an, mit ein paar Leisten, Schrauben, Scharnieren und etwas Volierendraht ist eine Maßgeschneiderte Voliere in wenigen Tagen selbst gebaut, nur Mut!
Reicht die Voliere bis zum Boden, so kann dieser mit PVC verlegt werden, welcher das reinigen erleichtert! Wer sich ein wenig mehr zutraut kann sich "Kotschubladen" aus Edelstahl anfertigen oder anfertigen lassen!
Von Vorteil kann gerade im unteren Volierenbereich eine "Plexiglas-Verkleidung" sein, so wird nicht das komplette Wohnzimmer von Futterhülsen, Federn und Co. belagert.
Hier einige Bilder meiner Winter-Innenvolieren:
Vogelzimmer
Je nach Wohnverhältnis kann auf Volieren verzichtet werden. Hat man ein leerstehendes Zimmer im Haus, so kann dieses als Vogelzimmer "umgebaut" werden. Was brauch ein Vogelzimmer, wie sollte es beschaffen sein?! Wichtig ist natürlich die Sicherheit der Vögel, sprich Steckdosen, Lampen, Fenster müssen gesichert werden. Der Bodenbelag sollte so gewählt werden, dass er leicht zu reinigen ist, sprich Fliesen, Parkett, Laminat oder PVC. Teppich eignet sich logischerweise eher weniger bis gar nicht!
Wird PVC verwendet, so muss unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser vor dem Einzug der Vögel, gut auslüften kann, am besten nach dem auslegen des PVCs, dass Zimmer noch einige Tage unbewohnt lassen.
Äste, Seile und Spielzeuge können in hängender Form an der Decke befestigt werden (Ösen, Haken), dass gibt etwas natürliches, da die Landeplätze in der Freiheit ebefalls "wackeln", man kann aber auch "stehend" arbeiten, indem man "Bäume" in Eimer betoniert oder in einen Christbaumständer klemmt!
Die Futterplätze sollten Plattformen sein, diese bitte nicht zu klein wählen, je nach größe des Schwarms kann es ein Tisch sein oder eine von der Decke hängende Plattform, hier bitte auch stets die Reinigung im Hinterkopf behalten!
Einige Vogelarten bevorzugen es, an einer geschützten Stelle zu schlafen, so sollte evtl. nicht auf einen größeren Käfig verzichtet werden, hier kann man z.B. auch selbst Hand anlegen -> siehe Innenvoliere
Käfige
Vogelkäfige sollten immer mehr lang als hoch sein, darauf muss beim Kauf
unbedingt geachtet werden.
Runde Käfige sind für die Vogelhaltung ungeeignet, da der Vogel keinerlei
Rückzugsecken hat und somit auch die Orientierung verlieren kann. Ebenso sollte
man keine Käfige mit lackierten Gittern kaufen, da gerade Sittiche zu gern am
Gitter nagen und so die Gefahr besteht, dass der abblätternde Lack verschluckt
wird.
Leider ist es immer noch "sehr aktuell", dass Vögel in viel zu
kleinen Käfigen untergebracht sind, daher bitte unbedingt vor dem Kauf auf die
Mindestanforderungen achten! (Siehe Seitenanfang!!)
Unten abgebildet sehen Sie zwei Montana Käfige (Modell:
DoubleFinchhouse und Denver).
|
|